So bunt wie sich Irland präsentiert, so vielseitig sind auch die Möglichkeiten, "die grüne Insel" zu erleben: Herrschaftliche Castles und Domizile, die Urlauber in die alte Zeit zurückversetzen - Steile Klippen und wilde Brandungen, malerische Hafenörtchen und quirliges Treiben in bekannten Städten - Überall in Irland lässt sich die faszinierende Vielfalt der Insel und die landestypische, zuvorkommend freundliche Art der Iren erfahren und genießen.

Wir haben im Reisemobil die untere Inselhälfte erkundet. Viele interessante Stopps im Landesinneren standen auf dem Programm: Zum Beispiel Teile des Wild-Atlantic-Way, der Ring of Kerry und einige bezaubernd-malerische Hafenörtchen.

In Dublin übernehmen wir das gebuchte Reisemobil nach einer Einweisung und machen uns auf den Weg. Die ersten Kreisel und Rechtsabbiegemanöver werden besonders spannend - nicht nur für den Fahrer. Aber die Fahrroutine kommt schnell und der Linksverkehr ist kein Problem mehr.

 

 

Wicklow - Redcross

Ausgangspunkt für herrliche Natur und Historie

Wir fahren nach Wicklow-Redcross und steuern den Campingplatz "Rivervalley Holiday Park" an. Ein idealer Platz übrigens für Familien; mit großen Spielarealen, sogar Baumhäusern, und eigenem Streichelzoo punktet man bestimmt bei den Kleinen. Weiterhin hält der Platz den ruhigeren Stellplatzbereich "Silent Garden" bereit. Platzeigene Tenniscourts sowie ein 18-Loch-Golfplatz inklusive.

Direkt an den Campingpark grenzt die Wicklow Brewery mit "Mickes Finns Pub & Bistro" an. Wir haben Glück: um 17:00 Uhr (täglich) beginnt eine kleine Führung durch die Brauerei mit anschließender Bierverkostung - versteht sich. -> TIPP: Wer nicht unbedingt selbst kochen möchte sollte sich das ausgezeichnete Essen hier nicht entgehen lassen!

Vom Campingpark lassen sich zahlreiche Ausflugsziele ansteuern. So zum Beispiel ein im 6. Jahrhundert vom heiligen Kevin gegründetes Kloster inmitten der Wicklow Mountains, genauer im „Tal der zwei Seen“, dem Glendalough. Weiterhin bietet sich der Ort selbst mit der nicht ganz unbekannten und hier ansässigen Destillerie zur Besichtigung an. 

Über Wicklow Gap - westlich von Glendalough aus - genießt man die wundervolle Landschaft und den Naturschutzpark Wicklow-Mountains. Sollten Sie die Westroute wählen, fahren Sie weiter bis Kildare. Nicht nur Pferdeliebhaber können im hier ansässigen Nationalgestüt (und Japanischen Garten) alles über die irische Pferdezucht erfahren.

"It is dry between the rain".

Wir fahren weiter Richtung Süden: Kurz vor Wexford lohnt sich der Besuch des "Irish National Heritage Parks". Der 14 Herktar große Park lässt sich auf mehreren Rundwegen entdecken und bringt uns die Vielfalt der über 9000 Jahre alten irischen Geschichte und Tradition näher.

Von Rosslare kommend sehen wir weitere Reisemobilisten, die gerade die Insel befahren haben und guter Dinge ihren Caravaning-Urlaub auf Irland beginnen. Leider werden sie gerade mit Regen begrüßt. Dies ist in Irland - das weiß man ja - nicht selten. Das Wetter wechselt dafür aber auch sehr schnell. Die Iren haben zum Thema Wetter stets aufmunternd den Satz: "It is dry between the rain" parat.

In New Ross im Hafen liegt die "Dunbrody", ein Auswandererschiff von 1840. Schauspieler berichten in anschaulicher Weise, unter welchen Bedingungen die damals vor allem armen Leute die langen Überfahrten durchstehen mussten. Die Schiffe hatten den Beinamen "Sargschiffe"; viele erreichten die neue Heimat nicht.

Es klart auf und somit lohnt es sich, nach Hook Head Lighthouse zu fahren.

Über Waterford erreichen wir unseren nächsten Campingplatz: Bayview Caravan & Camping Park in Dungarvan. Ein sehr idyllisch gelegener Camppark, eingebettet in ein großes Golf Ressort und -Hotel. Am Abend genießt man hier den Sonnenuntergang an der Clonea Bay.

Zwei Nächte sollte man hier einplanen, denn der Platz eignet sich hervorragend für (mindestens) einen Tagesausflug nach Clonmel  und Cashel, weiter nach Kilkenney und über Waterford zurück nach Dungarvan.

Auf dem Weg von Dungarvan nach Cork liegt Midelton. Hier sollte man einen Stopp einlegen um mehr über die Geschichte des Jameson Irish Whiskeys der heute hier ansässigen Jameson Destillerie zu erfahren. Die ursprünglich im 18. Jahrhundert gegründete Brennerei mit seinem vollständig erhaltenen Industriegebäude - das einzige seiner Art in Großbritannien und Irland - wurde mit viel Aufwand und Liebe restauriert. Der "Old-Distillery"-Rundgang erklärt die Geschichte des irischen Whiskeys und geleitet hierbei zur größten Brennblase der Welt, zu einem 160 Jahre altem Wasserrad sowie durch die ursprünglichen Destilleriegebäude. Im Anschluss an die Tour gilt es natürlich, den Old-Jameson auch zu probieren. Für alle, die noch fahren müssen: Verschiedenste Bottles gibt es im "Old Distillery Shop" natürlich auch für "to go". -> TIPP: Stellplatz direkt neben der Destillerie.

Cork - kleine Stadt mit großem Charakter

In Cork zeigt sich wieder einmal die Vielseitigkeit Irlands. Vereint in kleinen, engen und bunten Gassen kann man Kultur, Geschichte und Architektur hautnah erleben.

Auf keinen Fall verpassen sollte man den bekannten: "The English Market" im Zentrum der Stadt. Hier finden sich neben Delikatess- und Biogemüseläden, Sandwichständen und Cafés auch typisch irische Produkte - handcraft versteht sich. Das Angebot an frischem Fisch und Meereskrustentieren kann kaum ein anderer Markt übertrumpfen! Dennoch: Die Spezialität der Einheimischen ist eher fleischlastig: Tripe (Kutteln) und Dresheen (Blutwurst) - nicht jedermanns "Ding", aber ein "Taste" lohnt immer!

Ring of Kerry

Entlang dem Wild Atlantic Way

WaveCrest, Caherdaniel

Über die N22 geht es weiter in Richtung Westküste. Man durchfährt Macroom - ein wirklich kleines süßes Städtchen. Noch ein Stück weiter auf der N22 gelangt man dann nach Killarney, doch dieses nette Fleckchen planen wir als einen separaten Trip von Caherdaniel aus ein.

Denn in Caherdaniel liegt unser nächstes Camping-Domizil, der Wave Crest Caravan, Motor-Home & Camping Park. Mit den in die Felsen integrierten Stellplätzen gehört dieser Campingplatz zu den schönst gelegenen Plätzen, die wir bis jetzt besucht haben. Mit etwas Glück kann man - besonders in den Sommermonaten - zum Frühstück oder Abendessen sogar Delfine vom Campingfahrzeug aus beobachten.

Von hier aus lässt sich der "Ring of Kerry" mit seinen 170 Kilometern engen (Küsten)straßen wunderbar erkunden. Viele Parkbuchten laden zum Genießen der Aussicht ein, so dass auch der Fahrer nicht zu kurz kommt. Planen Sie Zeit ein, um den einen oder anderen Stopp auszudehnen. So ist zum Beispiel die Tour nach Killarney attraktie Tagesetappe. Über die N70 und N71 erreichen wir über Moll's Gap Killarney. Die herrliche Kombination aus Bergen, Seen, Wäldern und Wasserfällen verleiht dem Killarney National Park eine besondere landschaftliche Schönheit. Bekannt ist der Nationalpark unter anderem für seine uralten Eichenwälder, für die Burgruine Ross Castle am Lough Leane und natürlich für das Herzstück, das vom wilden Wein umrankte Herrenhaus Muckross House. Auch einen Besuch für Naturliebhaber wert: die Torc Waterfalls.

Dem "Ring of Kerry" nordwestlich folgend besuchen wir Valentia Island. Die nur 3 Kilometer breite und 11 Kilometer lange Insel hat neben atemberaubenden Ausblicken weitere interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten; Das Besucherzentrum Skellig Experience bringt dem Besucher auf spannende Weise das Leben der Mönche näher, die hier vor 1400 bis 700 Jahren ein gottesfürchtiges Leben führten. Und spätestens in der "Skelling Chocolate Factory" wird einem die Inseltour so richtig versüßt.

Ring of Kerry
Ring of Kerry
Valentia Island
Valentia Island

Dingle

Around the "Slea Head Drive"

Ein Natur- und Wanderparadies mit wunderschönen Aussichten ist der Küstenfinger Dingle. Von unserem nächsten Campingplatz, Woodlands Touring Caravan & Camping Park in Tralee starten wir entsprechend früh. Denn auch ohne den Connor Pass rechnet man besser ausreichend Zeit ein. Weil: Die Küstenstraßen entlang des Slea Head Drive sind teilweise etwas "adrenalinfördernd"... Und manchmal braucht es eben seine Zeit, bis der eine Bus den entgegenkommenden Bus passiert hat. -> TIPP: Befahren Sie den Slea Head vorzugsweise im Uhrzeigersinn. So empfehlen es zumindest die Einheimischen. In Dingle selbst bietet der Hafen ausreichend Platz zum Parken des Reisemobils und ist optimaler Ausgangspunkt für einen Bummel durch das Hafenstädtchen. Zahlreiche Fischrestaurants und Cafés laden mit köstlichen Gerüchen außerdem zum Verweilen ein.

Kilkee und Lahinch

Von Sandstrand, Klippen, rauer See und Tümmlern

Dem "Wild Atlantic Way" weiter Richtung Norden folgend setzen wir von Tarbert nach Killimer mit einer kleinen Fähre über und machen unseren nächsten Halt und Küstenspaziergang in Kilkee. Vom Sandstrand, über Felsen und Ausläufern der Klippen von "Cliffs of Moher" wird hier alles geboten. -> TIPP: Vom Parkplatz des "Diamond Rocks Café" aus lassen sich wunderbare Wanderungen starten. Hierzu folgt man ab dem Strand Kilkee der West End Road bis zum hinteren Ende.

Nach ausgiebigem Spaziergang und verdienter Einkehr ins Café geht es weiter nach Lahinch, einem absoluten Surfer-Hotspot. Der lange, der sehr flache Strand bietet auch Surf-Anfängern ideale Bedingungen. Die Wassertemperaturen im März schrecken die wahren Sportler nicht ab, wie es scheint.

TIPP:
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Circa 10 Kilometer weiter östlich von Kilkee liegt das kleine Fischerdorf Carrigaholt. Der idyllische Ort bzw. sein Küstengebiet ist in Irland die einzige Beheimatung von 120 Tümmlern. Die auf natürliche Art und Weise von hier aus angebotenen  Delfin-Bootstouren sind bekannt und außerordentlich beliebt.

Cliffs of Moher, Aran Islands,
Galway, Ennistymon

Zeit für Ausflüge

Unser nächster Campingplatz liegt direkt in Doolin am Meer: "Nagle's Doolin Camping and Caravan Park". Von hier aus hat mein einen traumhaften Blick auf die 'Cliffs of Moher'. Und diese sind natürlich prädestiniert für eine weitere (Tages)tour.

Und direkt neben Nagle's Camping, an der Doolin-Pier, starten verschiedene Bootstouren: Zum Beispiel zu den Aran Islands. Oder betrachten Sie die "Cliffs of Moher" von der Seeseite aus! Am Abend laden die drei urigen Pubs von Doolin auf ein Bier ein. Typisch Irish Folk inklusive! Wir erlebten das kultige Pubgeschehen bei leckerem Abendessen in Doolin's ältesten Pub, dem "O'Connors". Lassen Sie sich einfach darauf ein und genießen Sie diese typisch lockere Atmosphäre.

Auch ein Tagestrip nach Galway sollte unbedingt auf dem Programm stehen. Die Universitätsstadt ist bekannt für ihr grandioses Party- und Nachtleben mit urigen Pubs, modernen Bars und Clubs. Überaus sehenswert in Galway ist aber auch der historische Teil des University College.

Ein weiteres Ausflugsziel von Nagle's Doolin Camping ist Ennistimon. Sein historischer Friedhof mit Kapellenruine ragt anmutig über das Örtchen. Im Dorf selbst lockt ein Spaziergang entlang der Kaskaden des Flusses Inagh. -> TIPP: In der Nähe der Brücke, entlang des Flusses lässt sich auch das Reisemobil gut parken!

Zurück nach Dublin

Einmal quer durch Irland

Um zurück zu unserem Ausgangspunkt zu gelangen, fahren wir einmal quer durchs Land. Auf der M18 (über Limerick) und dann über die M8 sind die rund 280 Kilometer aber kein Problem. Nimmt man die M6-Route (von Galway aus) ist die Strecke auch noch ca. 30 Kilometer kürzer. Auf den Autobahnen kommt man gut voran. Rund um Dublin könnte es natürlich schon einmal etwas mehr Verkehr geben.

Wer dennoch einen Stopp einlegen möchte, kann für eine Nacht in Roscrea den "Streamstown Caravan und Camping Park" anfahren. Bei gutem Wetter bietet sich "Birr Castle" in Birr an. Die Burg selbst hat allerdings nur in den Sommermonaten geöffnet. Im Park kann man das bis 1917 größte Teleskop der Welt besichtigen.

Für uns heißt es nun: Rückgabe des Reisemobils und Rückflug nach Deutschland.

Die Tour per Reisemobil durchzuführen erwieß sich wieder einmal als "genau richtig"! Welche Art des Reisens ermöglicht es einem sonst noch, zu stehen, zu rasten und zu genießen, wann immer es gerade passt?

Erleben Sie erste Eindrücke

Die Route zum Nachverfolgen

Das aktuelle Wetter

www.ireland.com
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Flüge:

www.airlingus.de
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Wohnmobil-
vermietungen:

www.mcrent.de
www.bunkcampers.com/de

www.campervan.ie

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Maut:

Auf einigen Autobahnabschnitten fällt eine Maut, genannt Toll, an. Hier erhalten Sie Antworten auf  viele Fragen um diese Strassengebühren.

http://irlanderleben.net/wissenswertes-irland-wie-funktioniert-die-autobahnmaut/

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Camping:

www.camping-ireland.ie

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Direktfähren:

www.irishferries.com/de

Text/Fotos:
C. Birkholz, CIG, TourismIreland,