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Wohnwagen und Wohnmobil überwintern

Tipps gegen Hitze – Cool bleiben in Wohnmobil und Wohnwagen Camping und Corona Vorheriger Artikel Nächster Artikel
Wenn Wintercaravaning nichts für Sie ist und die Temperaturen allmählich fallen, dann wird es Zeit, Ihr Fahrzeug mit diesen Tipps auf die Winterzeit vorzubereiten. Den Wohnwagen und das Wohnmobil überwintern ist gar nicht schwer. Wir stellen die wichtigsten Tipps vor.

Wohnwagen und Wohnmobil überwintern: So wird der Saisonstart im Frühling kinderleicht

Wenn die letzte Urlaubsreise vorbei und die nächste Auszeit erst nach den Wintermonaten in Aussicht ist, gilt es das Fahrzeug auf die Saisonpause vorzubereiten. Das erhält dauerhaft den Wert und die Freude am Fahrzeug.

Innen für Ordnung sorgen

Bevor das Fahrzeug eingemottet wird, sollten alle Oberflächen gesäubert und Stauräume ausgeräumt werden. Auch alle Lebensmittel sollten aus dem Fahrzeug entfernt werden, um keine Tiere oder Ungeziefer einzuladen. Geschlossene Konserven können im Fahrzeug eingelagert bleiben.

Für eine optimale Luftzirkulation sorgen

Damit in der Winterpause keine unangenehmen Gerüche im Fahrzeug entstehen, sollte man alle Schränke und Stauräume feucht auswischen – auch den Kühlschrank. Die Schranktüren danach bestenfalls offen stehen lassen. So kann die Luft im Fahrzeug besser zirkulieren. Außerdem ist es ratsam, die Matratzen und Polster senkrecht aufzustellen, damit sich darunter keine Feuchtigkeit bilden kann. Alternativ können diese an einem trockenen Ort, außerhalb des Fahrzeugs, aufbewahrt werden.

Das Fahrzeug von außen reinigen und auf Schäden prüfen

Für die Außenreinigung des Fahrzeugs empfehlen sich Waschbürsten und Hochdruckreiniger an Tankstellen und Waschanlagen. Sobald das Fahrzeug gründlich gereinigt wurde, können kleine Schäden erkannt und ausgebessert werden. Zur nachhaltigen Pflege und Konservierung bieten sich Wachs oder Nanoversiegelungen an. Acrylglasfenster sollten nicht mit Glasreiniger, sondern mit einem Spezialmittel für Acrylglas und einem Microfasertuch geputzt werden. Kleine Kratzer oder Steinschläge sollten am besten noch vorm Wohnmobil-Überwintern mit einem Lackstift ausgebessert werden, um Rost vorzubeugen. Größere Lackschäden sollten von einer Fachwerkstatt behoben werden. Alle Dichtungen sollten ebenfalls geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Eine Behandlung mit Talkum oder Silikonspray schützt vor porösen Dichtungen und unangenehmen Überraschungen im Frühjahr. Denn gerade in der feuchten Winterzeit kann eindringende Feuchtigkeit erheblichen Schaden im Fahrzeug anrichten.

Wasserversorgung leeren und reinigen

Das Wasserversorgungssystem im Fahrzeug spielt eine wichtige Rolle bei den Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit. Durch Frost entstehende Schäden sind kostspielig, können aber leicht vermieden werden.

  • Den Boiler und den Wassertank des Fahrzeugs entleeren. Den Wassertankdeckel geöffnet lassen, damit der Tank vollständig austrocknen kann.
  • Alle Wasserleitungen und den Duschkopf entleeren. Alle Wasserhähne sollten zwischen kalt und warm aufgedreht und damit geöffnet bleiben.
  • Die Wasseranlage und Toilettenkassette mit einem geeigneten Kassettenreinigungsmittel aus dem Fachmarkt reinigen.
  • Sobald die Wasservorräte geleert sind, kann die Wasserpumpe ausgeschaltet werden.

Wohnmobil überwintern: Das gilt es zu Fahrzeugtechnik & Strom zu wissen

Elektronik ausschalten und Batterie vor Tiefenentladung schützen

Auch bei Strom und Gas sollte die Versorgung zum Überwintern unterbrochen werden. Außerdem sollten Batterien und Gasflaschen sicher und trocken gelagert werden.

  • Elektronische Geräte, wie Fernseher, wenn möglich ausbauen.
  • Besitzt das Fahrzeug eine Bordbatterie sollte diese ausgebaut werden, um sie trocken und frostsicher zu lagern. Beim Ausbau darauf achten: zuerst den Minuspol abklemmen, dann den Pluspol.
  • Die Starterbatterie sollte für die lange Pause voll aufgeladen oder ebenfalls ausgebaut werden. Diese anschließend trocken und frostsicher einlagern.
  • Abschließend die Gasabsperrhähne schließen. Dann die Gasflasche von der Fahrzeugversorgung trennen und die Flasche mit der Schutzkappe sichern.

Das Fahrzeug sicher abstellen

  • Die Reifen auf den maximal zugelassenen Reifendruck aufpumpen, um zu verhindern, dass sie sich plattstehen.
  • Das Fahrzeug auf einen waagrechten Untergrund stellen, den Gang einlegen und die Handbremse lösen, damit diese über den Winter nicht anrosten kann.
  • Frostschutz nachfüllen, damit die Scheibenwaschanlage über den Winter nicht einfriert.
  • Steht das Fahrzeug zum Überwintern im Freien, kann es mit einer luftdurchlässigen Abdeckung vor der Witterung geschützt werden.

Es lohnt sich in regelmäßigen Abständen von 6-8 Wochen nach dem Fahrzeug zu schauen, um gegebenenfalls die Batterie nachzuladen, sollte sie nicht ausgebaut sein.

So ist das Fahrzeug bestens für den Winter gerüstet und einem Blitzstart in den Frühling steht nichts mehr entgegen.

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