Fester Halt bei Wind und Wetter

Die Hersteller von Vorzelten haben in den vergangenen Jahren immer praktischere Montageweisen entwickelt; deshalb ist ein Vorzelt in der Regel schnell und einfach aufgebaut. Es empfiehlt sich dennoch, das Vorzelt vor dem Urlaub einmal aufzubauen. So wissen Sie am Urlaubsort bereits, welche Handgriffe nötig sind und welches Zubehör eventuell gebraucht wird. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen sowie Tipps für den Aufbau.

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Vorzelt-Typen

Direkt vor dem Caravan oder Reisemobil aufgebaut, vergrößert das Vorzelt die Nutzfläche, schafft mehr Platz und ist zudem wetterfest. Je nach Form, Fahrzeugart und Verwendungszweck unterscheidet man diverse Vorzelt-Typen:

Montage

Die Hersteller von Vorzelten haben in den vergangenen Jahren immer praktischere Montageweisen entwickelt; Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen sowie Tipps für den Aufbau.

Reinigung & Pflege

Damit Ihr Vorzelt möglichst lange hält, haben wir hier für Sie ein paar Pflegehinweise und Reinigungstipps zusammengestellt.

Zubehör

So wird Ihr Vorzelt perfekt an Ihre Wünsche und die Anforderungen vor Ort angepasst. Hier finden Sie eine kleine Übersicht über die nützlichsten Equipment-Erweiterungen.

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Was sollte man beim Aufbau beachten?

Ideal für den Aufbau des Zeltes ist ein ebenes Gelände, frei von Steinen und anderen spitzen Gegenständen. Der Zelteingang sollte stets zur Wetter abgewandten Seite angebracht werden. Auf feuchtem Boden schützt eine Plane das Zelt vor Verschmutzung. Das Verlegen des Fußbodens empfiehlt sich erst, wenn das Zelt vollständig aufgebaut ist, um so einen optimalen Stand zu gewährleisten. Achten Sie aber nicht nur auf die Beschaffenheit des Bodens, sondern auch darauf, was über Ihrem Zelt ist: Harzende oder blühende Bäume können die Zelthaut schädigen.

Detail-Tipps für den Aufbau: Wie wird mein Vorzelt sturmfest?

Die fachmännische Konfektionierung des Zeltes und ein robustes Gestänge sind bei windigen Reisezielen unerlässlich. Das Gestänge sollte unbedingt richtig ausgespannt werden, damit die Zelthaut einen straff sitzt. Bei Giebel- und Eckstangen ist wichtig, dass sie präzise auf den Nähten verlaufen. Auch die Bodenabspannung muss entsprechend sorgfältig ausgeführt werden. Durch optimales Ausspannen kann der Wind an glatten Zeltflächen besser abgleiten. Das Zeltdach sollte nur ein Minimum an Dachüberstand aufweisen: Ideal ist natürlich ein Sturmdach. Zeltstab-Befestiger verhindern das Flattern der Zelthaut bei starkem Wind, Gestängespanner sorgen für extra Stabilität und Sicherheit. Gurte, die über die gesamte Länge des Vorzeltes auf das Zeltdach gelegt werden, sind nicht empfehlenswert: Durch ständige Windbewegungen sorgen sie häufig für Abschürfungen des Materials und schädigen so das Dach.

Eignet sich für mich ein Gestänge aus Alu oder aus Stahl?

Wenn das Zelt dauerhaft an einem Ort steht, ist ein Stahlrohrgestänge ideal. Es gibt sie in verschiedenen Stärken. Die stärkeren Varianten eignen sich besonders für extreme Witterungsverhältnisse. Reist man gern mit leichtem Gepäck oder baut sein Vorzelt häufig auf und ab, verwendet man besser das leichtere Alugestänge. Zusätzliche Firststangen beziehungsweise Orkanstützen gewährleisten gleiche Stabilität bei geringerem Gewicht. Einige Hersteller bieten auch Glasfibergestänge an.

Welches Werkzeug brauche ich für den Zeltaufbau?

Um die Wandösen am Caravan zu befestigen, gehört ein passender Schraubendreher in das Werkzeugset. Ein Gummihammer erleichtert das Einschlagen von Erdnägeln und Heringen. Dichtmasse für die Bohrlöcher der Wandösen ist ebenfalls nützlich. Beliebt sind schraublose Firststangen-Halterungen, die eine Montage ohne Schrauben oder Bohren ermöglichen. Zusätzliche Schwachstellen oder Undichtigkeiten lassen sich so vermeiden. Hat man einen Hocker oder eine kleine Stehleiter dabei, erleichtert dies das Einziehen und Ausspannen des Dachs. Auch eine Bürste zum Säubern der Kederschiene sollte immer mit im Gepäck sein. Ein Maßband oder ein Zollstock helfen, das Zelt perfekt aufzustellen.

Welche Kleinteile sollte man zusätzlich immer dabei haben?

Für größere Risse empfiehlt es sich, immer Reparatur-Tape, Nahtdichter und Reparaturhülsen dabei zu haben. Mit längeren, scheuerbeständigen Schlaufen und Abspannschlaufen kann man den Hering flexibel in den Boden bringen und so auch bei schlechter Bodenbeschaffenheit das Zelt stabil aufbauen.

Wie baue ich mein Vorzelt am besten auf?

Der Aufbau gliedert sich in 8 Schritte – klingt viel, geht aber schnell. Und je mehr Routine Sie bekommen, desto leichter fällt es.

1. Die Vorbereitung:

Bevor Sie Elemente zusammenstecken, sollten Sie das Gestänge auf Vollzähligkeit prüfen. Danach können Sie Schrauben beziehungsweise Rohrklemmen an die Stäbe montieren und die Fußteile in die Winkel stecken. First- und Giebelstäbe können Sie vormontieren, aber bitte noch nicht mit den Winkeln verbinden. Ein weiterer wichtiger Vorbereitungsschritt ist das Entgraten der Kederschiene – damit das Zeltdach beim Einziehen nicht beschädigt wird. Eventuell kann es nötig sein, dazu die Kederschiene am Anfang etwas aufzubiegen.


2. Das Auslegen der Wandteile:

Legen Sie Dach sowie eventuelle Seitenwände und Vorderwandteile des Zeltes aus. Beginnend am Bug ziehen Sie nun das Dach in die Kederschiene des Caravans ein. Bei mehrteiligen Zelten werden Vorderwand und Seitenwände erst später eingezogen.

3. Das Einhaken des Mittelwinkels:

Haken Sie die mittlere Firststange in die Wandöse am Caravan ein und führen den Mittelwinkel des Gestänges durch den Durchlass im Dach. Verbinden Sie Mittelwinkel und Firststange und teleskopieren Sie das Fußteil des Mittelwinkels aus. So können Sie bequem weiter aufbauen und nun die Ecken einhaken.

4. Das Einhaken der Ecken:

Wiederholen Sie das Ganze mit einer Ecke und verbinden Sie diese mit dem Mittelwinkel. So hat das Zelt mehr Stabilität. Passen Sie die andere Ecke an und verbinden Sie auch diese mit dem Mittelwinkel. Ziehen Sie erst die Vorderwand, danach die Seitenwände ein. Das Dach spannen Sie später aus, damit die Reißverschlüsse nicht überdehnen.

5-7. Das Spannen des Zeltes in 3 Schritten:

Schließen Sie alle Reißverschlüsse und fixieren Sie die Höhe der Seitenwände und der Vorderwand so, dass die Reißverschlüsse waagerecht und senkrecht verlaufen.

Vorhandene Bodenunebenheiten gleichen Sie über das teleskopierbare Gestänge aus. Spannen Sie nun die Firststangen leicht aus; dabei beginnen Sie in der Mitte. Danach setzen Sie die Vordachstutzen ein. Die meisten Zeltmodelle sind mit gelochten Hohlsäumen im Vordach ausgerüstet. Wenn vorhanden, schieben Sie in diese die Vordachspannstäbe. Beachten Sie: Die Stelle, an der sich die Schraube befindet, darf nicht durch den Hohlsaum geführt werden!

Spannen Sie die Vordachstutzen so aus, dass die Giebelnaht vor der Giebelstange verläuft – nicht auf der Stange! Beachten Sie beim Spannen der Giebelstangen, dass der Mittelwinkel mittig im Gestängedurchlass sitzt. Bei richtiger Reihenfolge verläuft die Vordachblende stramm und gerade. Spannen Sie erst jetzt die Firststangen nach. Montieren Sie nun eventuell vorhandene Zusatzstangen (zum Beispiel First-, Orkan- oder Verandastangen) und befestigen Sie den zugehörigen Scheuerschutz an den Schellen, um die Zelthaut vor Verletzung zu schützen!

8. Die Bodenabspannung:

Hängen Sie alle Abspannelemente, die nicht fest eingenäht sind, in die Haken am Erdstreifen ein. Richten Sie das Gestänge so aus, dass die senkrechten Nähte exakt auf den Gestängebeinen liegen. Zeltecken und Abspannleinen spannen Sie mit Heringen ab, die Reißverschluss-Enden und alle übrigen Befestigungspunkte mit Erdnägeln. Spannen Sie zuerst die Zeltecken nahe am Caravan ab.