So motten Sie Ihren Caravan richtig ein

Wer nicht zu den Wintercampern gehört, sollte seinen Caravan im Herbst fit für den Winterschlaf machen. Dazu gibt es natürlich wertvolle Tipps.

Wer seinen Caravan wegen Steuer- und Versicherungsersparnis abmeldet, sollte zunächst den Hauptuntersuchungstermin prüfen. Fällt der in die Ruhezeit, so empfiehlt es sich vor Abmeldung des Wagens bei TÜV, Dekra oder GTÜ vorzufahren. Das spart Ärger bei der Wiederzulassung. Abgemeldete Caravans, auch solche mit Saisonkennzeichen (außerhalb der auf dem Kennzeichen angegebenen Zulassungszeit) dürfen nicht auf öffentlichen Verkehrsflächen abgestellt werden. Dazu zählt nicht nur das Parken am Straßenrand, sondern auch öffentliche Parkplätze. Man ist also gut beraten, sich rechtzeitig nach einem legalen Winterlager umzuschauen.

Vor dem Abstellen reinigen.

Bevor der Caravan jedoch dort abgestellt wird, sollte seine Außenhaut gründlich gereinigt werden. Dazu eignen sich die Selbstwaschanlagen, so genannte Clean-Parks, hervorragend. Mit den Hochdruck-Waschlanzen lassen sich die Radkästen des Caravans nahezu perfekt reinigen. Vorsicht ist allerdings bei den Reifen und Fenstern angeraten. Reifen sollten nie einem direkten Hochdruckstrahl ausgesetzt werden. Das nehmen sie übel. Auch die Acrylglasfenster sollte man nicht mit dem Waschstrahl und den darin enthaltenen Reinigungsmitteln malträtieren, weil das – ebenso wie handelsüblicher Glasreiniger –Acryl spröde und brüchig macht. Hier ist ein spezieller Acrylglasreiniger aus dem Campingfachhandel zu empfehlen.

Auch die Dichtungen an Fenstern und Türen fordern Reinigung und Pflege. Einreiben mit handelsüblichem Talkum oder Glycerin (aus Drogerie oder Apotheke) halten die Gummiteile geschmeidig. Abgeschlossen wird die Außenreinigung durch das Einwachsen aller Blechteile. Dann werden die Reifen auf den empfohlenen Höchstdruck aufgepumpt und die frisch eingefetteten Standstützen ausgekurbelt. So vermeidet man zum einen Standplatten bei den Reifen und schafft sich zum anderen eine stabile Basis für die Innenreinigung.

Teppiche und Polster werden abgesaugt und – wenn Lagerraum vorhanden – außerhalb des Caravans trocken aufbewahrt. Ansonsten werden die Polster nach der Putzaktion locker im Wagen aufgestellt. Mit Seifenlauge rückt man dem PVC-Boden und allen glatten Flächen zu Leibe. Ganz ohne Waschzusatz geht’s auch, wenn man einen Haushalts-Dampfreiniger zur Hand hat wie ihn etwa die Firma Kärcher herstellt. Der Dampfstrahl kommt in fast alle Winkel und desinfiziert ohne Zusatz von Chemie. Gerade bei der Reinigung von Küche, und Sanitärraum ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Alle Möbelklappen, Türen und natürlich der Kühlschrank bleiben nach der Reinigung offen. So kann die Luft im Wagen am besten zirkulieren. Regelmäßiges Lüften in der Ruhephase (aller vier bis sechs Wochen eine Stunde bei trockenem Wetter) verhindert muffigen Geruch im rollenden Heim.

Nun widmet sich der Caravaner der Technik. Zunächst werden alle Gashähne geschlossen, Gasschläuche und Druckminderer abgeschraubt (Achtung, Linksgewinde). Die Wasseranlage einschließlich Boiler sollte mit Mitteln aus dem Campingfachmarkt desinfiziert und danach komplett entleert werden. Auch die Spülanlage der Toilette nicht vergessen. Dazu werden Ablasshähne und Wasserhähne geöffnet. Beide bleiben den Winter über geöffnet. Die Desinfektion der Wasseranlage sollte man beim Start in die neue Saison wiederholen. Eine möglicherweise vorhandene Bordbatterie wird ausgebaut und frostsicher gelagert. Wer sich für die „Aktion Winterfit“ etwa einen halben Tag Zeit nimmt, dem steht ein guter Start in die neue Caravaning-Saison bevor.

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Promobil "Richtig einmotten"

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Winterschlaf für Campingfahrzeuge