Wer Caravaning-Urlaub in Dänemark machen möchte, sollte vor allem zwei Dinge mögen: Wind und Wasser. Diese beiden Naturelemente sind es, die ein Land geformt haben, das für Camping- und Caravaning-Urlaub wie geschaffen ist.

Die 500 Kilometer lange Nordseeküste mit ihren wilden Wellen ist ein ideales Revier für Wind- und Kitesurfer – einige Spots gehören sogar zu den besten Europas. Das Befahren der breiten  Sandstrände mit Pkw und Reisemobilen ist an vielen Stellen erlaubt. Wer noch nie einen Tag am Meer mit seinem Mobil verbracht hat, sollte das unbedingt einmal erleben – ein herrliches Gefühl, aus der Tür zu steigen und nach einigen Metern mit den Füßen in den Wellen zu stehen. Mittags eine kleine Brotzeit, abends ein Dinner bei Sonnenuntergang und dann zurück auf den Campingplatz zum Übernachten.

Weniger wild, ja oft sogar komplett glatt ist die Ostseeseite Dänemarks. Unzählige große und kleine Inseln addieren die Länge der Strände hier auf 6.600 Kilometer. Damit hat Dänemark mehr Strand zu bieten als Frankreich oder Spanien. Der Wind weht an der Ostsee etwas milder und die flache See ist besser für kleine Kinder geeignet. Auch wer nicht auf einem Platz am Meer campt, kann das Wasser genießen, denn im Landesinneren finden sich Flüsse, Seenplatten, Auengebiete und Fjorde. Es gibt kaum einen dänischen Campingplatz, der nicht zumindest in der Nähe eines Gewässers liegt. Bei so viel Wasser und Wind ist es nicht weiter verwunderlich, dass in Dänemark besonders Wassersportler auf ihre Kosten kommen. Neben Wind- und Kitesurfen sind Segeln, Rudern, Kanu- und Kajakfahren, Freiwasser-Schwimmen oder das trendige Stand-up-Paddling angesagt.

Familienerlebnisse

Wer des Wassersports überdrüssig ist, kann sich auf sein Fahrrad schwingen. Dänische Radwege sind komfortabel zu befahren und gut ausgebaut. Es gibt kaum Anstiege in dem flachen Land und das einzige, das einem den Atem raubt, sind die schönen Ausblicke. Nun ja, und vielleicht hin und wieder der Gegenwind.

Camping und Strandleben können Kinder schon für Tage beschäftigen und faszinieren. In Dänemark lockenaußerdem so viele Attraktionen für Kinder, dass es sicher gelingt, die Kleinen zu einem Tagesausflug zu locken. Große Freizeitparks wie das international bekannte Legoland in Billund, der historische Tivoli in Kopenhagen oder das noch recht junge Djurs Sommerland bei Nimtofte sind ein Erlebnis für die ganze Familie. Fahrgeschäfte, Themenwelten, Spiel und Animation garantieren einen kurzweiligen Tag. Tierparks und Aquarien wie etwa das Nordsee-Ozeanarium in Hirtshals, der Skandinavische Tierpark bei Nödager oder der Regenwald-Zoo in Randers sind unterhaltsam und lehrreich zugleich. Mit historischer Unterhaltung und Information punkten die zahlreichen Wikingermuseen. Die größten stehen in Ribe, Trelleborg, Roskilde, Aarhus und natürlich in Kopenhagen. Aber auch das historische Dorf auf Fünen oder die Fregatte Jylland in Ebeltoft können Groß und Klein einiges über die Geschichte Dänemarks erzählen. Zahlreiche dänische Museen verfolgen dabei einen spielerischen und unterhaltsamen Ansatz der Wissensvermittlung. Neben der reinen Ausstellung historischer Gegenstände werden die Besucher über Interaktion und Aktivität mit einem Thema vertraut gemacht. Ein Tagesausflug zu einer der zahllosen Attraktionen wird so zum gemeinsamen Familienerlebnis.

Tourenfahrer

Lange Zeit galt Dänemark dank seiner gut ausgebauten Camping-Infrastruktur vor allem für Caravan-Urlauber als ideales Reiseziel. Das Verbot des freien Übernachtens für Reisemobile hielt viele Reisemobilisten von einer Tour durch Dänemark ab. In den vergangenen Jahren hat der dänische Camping-Tourismus viel unternommen, um dies zu ändern. Zahlreiche Übernachtungsplätze vor der Schranke wurden eingerichtet, inzwischen hat der erste reine Reisemobilstellplatz in Dänemark auf Römö eröffnet. Auch auf den Campingplätzen sind etliche Angebote für Reisemobile entstanden.
Etwa eine eigene Art von Standplätzen mit einer Einfahrbucht für das Reisemobil und einer fertigen
Holzterrasse samt Sitzgruppe davor. Das Ganze noch garniert mit einer schönen Aussicht direkt am See, Fjord oder einem anderen Aussichtspunkt. Zu entdecken gibt es in Dänemark wahrlich genug, das eine Reisemobiltour lohnt. Etwa eine Fahrt entlang der Margeritenroute. Sie führt seit 25 Jahren 3.540 Kilometer entlang der schönsten Straßen Dänemarks, vorbei an abgelegenen Bauerndörfern, historischen Schlössernund schönen Aussichten. Wer der kompletten Strecke folgt, durchquert das ganze Land, ohne zweimal denselben Punkt zu passieren.

Die Margeritenroute in Dänemark

Entspannte Hauptstadt

Lohnenswert ist auch ein Besuch in Kopenhagen. Gleich mehrere stadtnahe Campingplätze bieten sich für einen Aufenthalt an. Von dort aus lässt sich gut mit dem Fahrrad in die Stadt fahren, denn die Fahrradwege in Dänemarks Hauptstadt sind bestens ausgebaut und die Entfernungen nicht allzu groß. Die dänische Hauptstadt ist eine moderne Großstadt, die sich dennoch ein sympathisches kleinstädtisches Flair und vor allem große Lebenslust bewahrt hat. Beeindruckend ist das Nebeneinander von historischer Architektur und moderner Szene, wie zum Beispiel das Schauspielhaus und dieneue Oper. Oder der Erweiterungsbau der traditionsreichen königlichen Bibliothek, auch als „Schwarzer Diamant“ bezeichnet – modernes Design in Reinkultur. Verpflichtend ist natürlich ein Besuch beim Fabelwesen aus Hans Christian Andersens Märchen „Die kleine Meerjungfrau“. Sie sitzt an der Hafenpromenade vom Langelinie-Pier. Nur 1,25 Meter groß, wäre sie leicht zu übersehen, würde sie nicht ständig von einer Touristenschar umringt. Nicht weit entfernt liegt das Schloss Amalienborg. Mit seinem achteckigen Schlossplatz ist es seit 1794 Sitz der königlichen Familie. Ein beliebtes Spektakel ist die Wachablösung der Leibgarde jeden Mittag um 12 Uhr. Immer wieder versuchen Touristen, mit Grimassen und allerlei Faxen irgendeine Reaktion bei den Gardesoldaten zu provozieren. Aber die Jungs schauen beharrlich geradeaus. Nach längerer Betrachtung bleibt unklar, was hier die größere Attraktion ist: die stoische Garde oder die zappelnden Touristen. Wahrscheinlich die Mischung aus beidem.

Wer abends noch Energie hat, sollte die wohl bekannteste Gastronomiemeile Dänemarks besuchen: den neuen Hafen, dänisch Nyhavn. Erbaut um 1671, verbindet die Wasserstraße den Hafen mit dem Stadtzentrum, sodass die Segelschiffe mitten in der Stadt festmachen und gelöscht werden konnten. Nyhavn ist heute eine Kneipen- und Restaurantmeile mit internationaler Küche und der beliebteste Treffpunkt in der Stadt, nicht nur für Touristen. Besonders an den langen Abenden um die Sommersonnenwende versprüht Nyhavn ein einzigartiges Flair – zugleich schön und entspannt. Wie ganz Dänemark eben.

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VisitDenmark
Glockengießerwall 2
D-20095 Hamburg
Tel. 0049 (0) 1805-326463

www.visitdenmark.de/
campingurlaub

Übernachten:

Auf seiner Homepage www.daenischecampingplaetze.de  bietet der Dänische Camping Raadet
eine Suchmaschine für Campingplätze in allen Regionen Dänemarks. Alle Plätze sind hinsichtlich
ihrer Ausstattung und Lage ausführlich beschrieben und mit einem bis fünf Sternen kategorisiert.

Die Margeriten-Route
- Einfach märchenhaft!

Sie ist ohne Frage Dänemarks längste Sehenswürdigkeit: Die so genannte Margeritenroute schlängelt sich über 3.500 Kilometer abseits der Hauptstraßen quer durchs kleine Königreich. An fast jeder Kreuzung weist ein Schild den richtigen Weg. Durch herrliche Natur und zu sehenswerten Attraktionen wie malerischen Bauerndörfern oder Schlössern und Herrensitzen.

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Die Margeritenroute by

CARAVANINGwelt 
Ausgabe: 2016/2017