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Anhängerführerschein







B, BE oder B96 

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f.re.e 2012 in München








Die f.re.e in München findet vom 22. bis 26. Februar 2012 statt

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Navigationssysteme

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Wasser – ohne geht es nicht

Den Hahn aufdrehen und schon sprudelt es im Strom. Was zu Hause als Selbstverständlichkeit tagtäglich genutzt wird, gilt mittlerweile auch im Caravan (Wohnwagen) und Reisemobil (Wohnmobil) als Standard. Mit Pumpen ausgestattete Vorratsbehälter, ein Kanalisationssystem für Frisch- und Brauchwasser und gar eine Warmwasserversorgung versüßen das Camperleben. Wasser ist unersetzlich. Wir brauchen es für den Kaffee zum Frühstück, zur Körperhygiene, zum Kochen, Spülen und Waschen. Aber Wasser ist nicht unendlich lange haltbar. Bei der Trinkwasserbevorratung sollte zur Qualitätserhaltung einiges beachtet werden. Selbstverständlich gibt es hierfür auch gesetzliche Vorgaben – nämlich die Trinkwasserverordnung, die übrigens auch für Caravans und Reisemobile zutrifft. Der ausführliche Gesetzestext kann auf der Homepage der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. im Internet unter www.dvgw.de nachgelesen werden.   Bleiben wir in der Praxis. Keime und Bakterien können Wasser verderben. Ungenießbares Wasser kann jedoch ohne viel Aufwand verhindert werden. Während im Caravan (Wohnwagen) die Frischwasserbox ca. 20 Liter fasst und transportabel ist, überschreiten bei Reisemobilen die Bunkervolumina von fest eingebauten Tanks auch gern mal die 100-Liter-Marke. Um nun Wasservorräte haltbar zu machen, bietet der Fachhandel verschiedene Alternativen. Pulver zur Entkeimung werden einfach dem Frischwasser beigemengt. Diese wirken für rund ein halbes Jahr. Der Vorteil: auch die Leitungen des Systems bleiben keimfrei.   Eine andere Möglichkeit ist das Entkeimen mittels UV-Strahlung. Eine wasserdicht verpackte UV-Lampe wird im Tank positioniert und zerstört mittels kurzwelligem ultra-violetten Licht die ungesunden Mikroorganismen. Diese Methode bedarf allerdings einer Stromversorgung vom Bordnetz.   Wasserfilter mit Aktivkohle sollten kurz vor dem Wasserhahn verbaut werden. Somit wird gewährleistet, dass auch das Wasser, welches in den Leitungen ruhte, beim Filterdurchfluss gereinigt wird.  

Wasserbehälter und Leitungen für Reisefahrzeuge sind meist aus teiltransparentem Kunststoff gefertigt. An manchen Stellen im Fahrzeug ist das System zugänglich. Hier kann eine Sichtkontrolle stattfinden. Dunkle Stellen in Schläuchen und Tanks sind deutliche Hinweise auf Verunreinigungen.

Sind Teile der Wasseranlage innen verschmutzt, gilt es zügig zu handeln. Chemische Helferlein aus dem Fachhandel reinigen und desinfizieren das System. Das Wasser wird wieder genusstauglich. Eine regelmäßige Pflege und Wartung des Frischwassersystems gewährleistet hohe Wassergüte. Ist der Verschmutzungsgrad ausgeprägt, beispielsweise bei älteren Fahrzeugen mit langen Standzeiten, empfiehlt sich der Austausch des betroffenen Bauteils.

Soll ein Reisegefährt zum Überwintern eingemottet werden, gilt es die Wasseranlage nicht zu vergessen. Die Tanks werden entleert, die Hähne und Verschlüsse geöffnet. Frost hat so keine Chance Schaden anzurichten. Eine weitere, jedoch eher selten angewandte Methode ist, dem Wasser vor der Überwinterung spezielles Frostschutzmittel beizumengen. Dieses Mittel färbt das Wasser blau. Vor der nächsten Nutzung muss die Anlage allerdings ordentlich mit frischem Wasser gespült werden.

Im Gegensatz zur heimischen Wasserversorgung, steht das Frischwassersystem im Reisefahrzeug üblicherweise nicht permanent unter Druck. Erst bei Bedarf treten die im Tank platzierten Tauchpumpen in Aktion. Das funktioniert mit speziellen Armaturen, in die ein Schalter implantiert ist. Wird der Hahn betätigt, erhält die Pumpe Bordstrom und beginnt mit ihrer Arbeit.

Für all jene, die auf häuslichen (Wasser-)Komfort nicht verzichten wollen, gibt es Drucksysteme, die in der Leitung einen Wasserdruck von rund eineinhalb bar halten. Diese Pumpen arbeiten permanent und das hört man auch. Ein gut zugänglicher Hauptschalter ist für ruhige Nächte folglich erforderlich. Besonders auch im Falle eines Lecks im System, denn sobald Zirkulation entsteht, steigert die Pumpe ihre Aktivität. Und eine Undichtheit in der Leitung interpretiert das Konstrukt wie einen geöffneten Wasserhahn. Die Folgen können sehr unangenehm sein. Von daher sollte die Anlage schnell deaktiviert werden können. Auch bei längerer Abwesenheit vom Fahrzeug kann sie mal Pause machen.

Komfort wie zu Hause ist fließend Warmwasser im Caravan und Reisemobil. Netzbetriebene Elektroboiler mit 3 - 5 Litern Fassungsvermögen eignen sich bestens für die Versorgung des Küchenbereichs. Für warmes Wasser zum Duschen empfehlen sich Boiler mit mindestens 10 Liter Speichervolumen. Gerätschaften zur Wassererwärmung und als Heizung kombiniert gibt es auch. Diese werden sowohl elektrisch als auch mit Gas betrieben. Ein nachträglicher Einbau ist selbstverständlich möglich. Wer am Fahrzeug gasbetriebene Elemente umrüstet, sollte die erforderliche Gasprüfung nicht vergessen.

Eine hygienische Sorgfalt (wie beim Frischwasser) muss dem Abwasserbehälter nun nicht zukommen. Während bei Caravans Abwasserbehälter noch nicht unbedingt die Regel sind, verfügen Reisemobile schon standardmäßig über diese Behältnisse. Wichtig: Das Volumen des Brauchwasserbehälters sollte mindesten genauso groß sein wie das des Frischwassertanks. Der Ablasshahn des Brauchwassertanks sollte gut zugänglich sein. Eine einfache Möglichkeit für Fahrzeuge ohne Brauchwassertank besteht darin, einen Eimer unter das Ablassrohr zu stellen.

Ist am Zielort eine Wasseraufnahme möglich, empfiehlt es sich, mit leeren bzw. gering befüllten Frischwassertanks auf die Reise zu gehen. Zusätzliches Gewicht in Form von Wasser kostet Kraftstoff. Die Zuladungskapazität ist hierbei nur indirekt betroffen, da Reisefahrzeuge, nicht wie beim Pkw üblich, über eine Leergewichtsangabe verfügen, sondern es wird die „Masse im fahrbereiten Zustand“ in den Dokumenten angegeben. Dies bedeutet zu dem eigentlichen Fahrzeugleergewicht wird ein zu 90 Prozent gefüllter Kraftstofftank, ein komplett gefülltes Versorgungssystem (Frischwasser & Gas), das Gewicht von Ausrüstungsteilen wie Feuerlöscher, Wagenheber, Ersatzrad, Bordwerkzeug und ein Fahrergewicht von 75 Kilogramm hinzuaddiert. Die Differenz zwischen Masse im fahrbereiten Zustand und dem zulässigen Gesamtgewicht ergibt die mögliche Zuladung. Praktisch bedeutet dies: Verzichtet man auf die Mitnahme von 100 Litern Wasser, also einem Gewicht von zwei Zentnern, gewinnt man dieses Gewicht an Zuladung. Im Falle einer Gewichtskontrolle der Polizei spielt nur das tatsächliche Gewicht des Fahrzeugs die entscheidende Rolle.

Zur Wasseraufnahme an Stell- und Campingplätzen stehen immer häufiger so genannte City-Anschlüsse zur Verfügung. Ein dafür taugliches Einlassventil zur Frischwasseraufnahme wird an der Bordwand eingelassen und mit dem Tank verbunden. Integriert ist ein Sicherungsventil, welches den Eingangsdruck beim Befüllen reguliert. Ein Rückschlagventil, welches ein Überfüllen des Tanks verhindert gehört auch zum System.

Die Hygiene im Frischwassersystem beginnt natürlich beim Befüllen. Eine saubere Zuleitung, die regelmäßig gereinigt und entkeimt wird, bietet hier beste Voraussetzungen. Unser Tipp: Eine transparente Zuleitung (Schlauch) ermöglicht eine stete Sichtkontrolle.

Bei Fahrzeugen mit transportablen Behältern wird in der Regel mit diesem Behältnis das Wasser vom Wasserhahn vor Ort entnommen. Eine echte Hilfe sind Transport-Trolleys mit denen ohne viel Kraftaufwand die gefüllten Behälter bewegt werden können. Übrigens eignen sich diese Trolleys auch zum Transport von Gasflaschen.

Die Wassersysteme in Reisefahrzeugen werden den häuslichen zunehmend ähnlicher. Ein Komfort, der das mobile Reisen noch angenehmer gestaltet. Und mit ein wenig Pflege und Wartung der Anlage steht dem Reisenden stets köstliches Nass zur Verfügung.

Hygiene-Tipps

  • Desinfizieren und spülen Sie Ihre Trinkwasseranlage regelmäßig. Unbedingt vor jeder Reise.
  • Um den Tank von innen zu reinigen, benutzen Sie einen neuwertigen Lappen/Schwamm. Unbedingt vorher Hände gründlich waschen, damit Sie keine Keime in den Tank einschleppen.
  • Bei Nichtgebrauch im Sommer müssen Tank, Leitungen und Pumpen vollständig gefüllt und das Wasser mit entsprechenden Mitteln (Micropur von Katadyn, Purosil von Multiman oder Aqua Clean von Yachticon) vor Verkeimung geschützt werden. Im Winter muss die Anlage gereinigt, desinfiziert und mit einem Frostschutz teilbefüllt werden. Niemals unvollständig entleerte Anlagen ohne Desinfektionsmittel stilllegen. Hier droht extreme Verkeimung.
  • Vor dem Füllen des Wassertanks unbedingt Restwasser vollständig entleeren und spülen.
  • Bevor Sie Wasser aus einer unbekannten Quelle/Hahn zapfen, nehmen Sie in einem kleinen Glas eine Probe. Riecht das Wasser muffig? Ist es milchig oder trüb? Sehen Sie Schwebstoffe? Schon bei einem Ja gilt: Dieses Wasser NICHT tanken.
  • Bei positivem Ergebnis lassen Sie das Wasser der Zapfsäule erst bis zur so genannten Temperaturkonstanz laufen. Sprich, es muss gleichmäßig kalt kommen. Erst jetzt ist das Stagnationswasser aus den Leitungen komplett draußen.
  • Nach längeren Standzeiten der Wasseranlage öffnen Sie beim Tanken alle Hähne im Fahrzeug und spülen Sie ein, zwei Minuten die Leitungen durch. Die Spülung entfernt Keime und Verunreinigungen.
  • Extreme Vorsicht ist an Ver- und Entsorgungsstationen geboten. Schläuche der Wasserversorgung werden manchmal zum Reinigen von Toiletten-Kassetten verwendet oder achtlos auf den mit Fäkalbakterien verunreinigten Boden gelegt. Unbedingt einen Schlauch verwenden! Zwei, drei mitgeführte Adapter erleichtern den Anschluss.
  • Legen Sie Ihren trinkwasserechten Frischwasserschlauch niemals auf den Boden. Reinigen Sie niemals damit die Kassette und lagern Sie ihn getrennt vom Abwasserschlauch.
  • Bei sommerlichen Temperaturen droht auch bei frisch getanktem Wasser schnelle Verkeimung. Wasser zeifelhaften Ursprungs muss bestmöglich desinfziert werden (Micropur Forte oder Certisil Combina von Katadyn, Chlorosil von Muliman oder Aqua Chlor von Yachticon).
  • Insbesondere bei älteren Fahrzeugen mit alten Tankanlagen gilt: Wer sich bei der Wasserqualität unsicher ist, setzt auf einen zusätzlichen Wasserfilter. Auch für die Körperhygiene oder um Salat zu waschen.

  1. Quelle: CCC

Das Fachmagazin Camping, Cars & Caravans hat in seiner Juli-Ausgabe 2010 einen ausführlichen Praxistest veröffentlicht. Über mehrere Seiten informiert der Artikel über alle Grundlagen der Wasserhygiene.

 

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