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Anhängerführerschein







B, BE oder B96 

Welchen Führerschein benötige ich für meinen Caravan? Mit unserem Führerscheinrechner finden Sie es spielend einfach heraus. Erfahren Sie, ob auch Sie vom neuen B96-Führerschein profitieren!

f.re.e 2012 in München








Die f.re.e in München findet vom 22. bis 26. Februar 2012 statt

Zubehör

Partikelfilter-Nachrüstung

Reisemobile mit gelber und roter Plakette und sogar Fahrzeuge ohne Feinstaubplakette können seit kurzem mit Dieselpartikelfiltern nachgerüstet werden. Für die meisten Freizeitfahrzeuge der...

Satellitenanlagen-Internet

Fernsehen im Reisemobil und Caravan ist dank moderner Satelliten-
Empfangsanlagen in bester Qualität möglich und obendrein auch noch
sehr komfortabel, denn die Antennenschüsseln richten sich...

Klima- und Heizgeräte

Heizungen in Caravans und Reisemobilen sind kein übertriebener Luxus. Eigentlich kann man nur im Sommer auf die zusätzliche Wärmezufuhr im Fahrzeug verzichten. Für den Campingurlaub während der drei...

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Wir hatten uns entschlossen, mit unserem soeben selbst ausgebauten Reisemobil (Wohnmobil) Skandinavien zu umrunden. Fünf Wochen sollte die Fahrt dauern und außer einigen grob gesteckten Orientierungspunkten sollte uns kein Ort zum Besuch zwingen. Die Überfahrt erfolgte von Rostock aus mit der zwar betagten aber immer noch relativ komfortablen Finnjet innerhalb 24 Stunden nach Helsinki. Dort angekommen und nach dem obligatorischen Stadtbummel führte die Fahrt zum lokalen Campingplatz. Gott sei Dank, man spricht Englisch, Finnisch nämlich ähnelt kaum einer anderen Europäischen Sprache, und wer hofft, per Assoziation einzelne Wörter oder gar ganze Sätze in dieser so schön und doch so fremd anmutenden Sprache zu verstehen, ist hoffnungslos verloren. Wussten Sie etwa, dass Schilder mit der Aufschrift "Keskuuta" zum Stadtzentrum führen? Unsere Rettung lag - und das nicht nur in Finnland - in der wundervollen Eigenart der Skandinavier, ohne jeden Vorbehalt auf Englisch - und wenn das nicht hilft, auf Kommunikation mit Händen und Füßen - auszuweichen.

Helsinki

Helsinki wirkt jung, seine an Barcelonas Ramblas erinnernde Hauptstraßen laden zum Flanieren ein. Nicht nur Touristen steht eine Straßenbahnlinie zur Verfügung, die die Stadt in zwei großen Kreisen durchquert. Der Kauf eines Touristen-Tickets bietet sich an; vollzieht man ihn nicht am Automaten, sondern im Touristen-Zentrum, erhält man zudem ausführliche Fahrpläne und Sightseeing-Tipps.

In Richtung Polarkreis und zum Weihnachtsmann

Wir verlassen die Großstadt und machen uns auf, die unendlichen Wälder und Seen zu erkunden. Was so simpel klingt, ist besonders in Finnland alles andere als einfach! Die Menschen sind aufgeschlossen, die Straßen - auch wenn es nördlich von Helsinki so gut wie keine Autobahn mehr gibt - gut ausgebaut und dennoch fällt es schwer, Ausflugsziele zu finden. Ist Ihnen Werbung für Betonburgen schon immer ein Dorn im Auge gewesen, sind Sie hier in besten Händen. Was in Südeuropa die Grenzen der Penetranz längst überschritten hat, vermisst man in Skandinavien und insbesondere in Finnland manchmal schmerzlich. Wiederholt fuhren wir auf der Suche nach einem im Reiseführer vermerkten Ziel über eine Stunde im Kreis und dabei mehrfach am Hinweisschild im Format deutscher Straßenschilder vorbei. Aber natürlich gibt es sie, die handgemachten Reiseziele! Kaum eine Chance besteht, den Polarkreis unbemerkt zu passieren, schließlich wohnt hier der Weihnachtsmann, und rund um seine Hütte entstand mit Rovaniemi ein Dorf, in dem alles geboten wird, was des Touristen Herz begehrt - von kontinuierlich vorgetragenen Weihnachtsliedern über unzählige Geschenke-Läden bis hin zur Möglichkeit, jederzeit Postkarten zu hinterlassen, die dann zum Weihnachtsfest zugestellt werden.    

Über den Touristenverkehr und andere Besucher

Wer ist er, dieser Tourist? Natürlich treffen Sie den typischen Mitteleuropäer, häufiger begegnen Sie allerdings Gästen aus Spanien, Italien und Russland (die typische finnische Touristenroute nähert sich zum Teil bis auf 50 Kilometer an seine Grenze an) und natürlich sind Reisende aus den jeweils anderen skandinavischen Ländern stark vertreten. So sehr der Reiseverkehr aber im Juli auch anwächst, die Landschaft ist so weiträumig, dass sich die Menschen zurzeit noch gut verteilen. Ganz so unauffällig verteilen sich einige der Ureinwohner allerdings nicht! „Fahr langsam, da laufen Elche!" Dieser ebenso erschreckte wie irre Ausruf begleitete uns an den ersten Tagen unserer Fahrt und er bietet uns heute noch immer Anlass zu hemmungsloser Heiterkeit. Nein, Elche haben wir an diesem Tag nicht zu sehen bekommen und Rentiere, um solche handelte es sich nämlich in Wahrheit, mühten uns nach einer Woche kaum noch einen Blick ab. Anfangs noch als Unikum bestaunt, übernimmt das Rentier mit Annäherung an Lappland mehr und mehr die Oberhand. Das, was für den hiesigen Großstädter die Tauben sind, übernehmen dort diese gutmütig dreinblickenden Geweihträger. Unsere Überfahrt zum Nordkap musste für fast eine halbe Stunde unterbrochen werden. Eine Rentier-Herde hielt eine Tunnel-Zufahrt besetzt. Erst das beherzte Eingreifen einer Einheimischen machte dem Debakel ein Ende. Sie wusste wohl was wirkt: Lautstark in die Hände klatschend stieg sie aus ihrem Auto und trieb damit die Herde an den Straßenrand.

Faszination Nordkap und Alta-Fjord

Ach ja, das Nordkap! Muss man es gesehen haben? Die Antwort ist „Ja“, auch wenn man es teuer bezahlt. Allein das Abstellen des Autos auf dem nördlichsten Parkplatz Europas kostet mehr als 20,--€ pro Fahrzeug-Insasse. Dafür darf man dann auch 48 Stunden am Ort verweilen und das erweist sich häufig als zwingend notwendig! Das Wetter am nördlichsten Punkt Europas ist mehr als unbeständig: Regen, Wolken, Sonne und dichter Nebel wechseln sich in buntem Reigen ab. Schade nur für diejenigen, die die Reisebusse rund um die Uhr für einen zweistündigen Besuch herankarren, um sie dann - egal, ob sie auch nur den Zaun am Rande der Besucherplattform erkannt haben - wieder ins nächste Dorf zurück zu bringen. Spielt das Wetter mit, öffnet sich ein Ausblick auf steil abfallende Felsen, weitläufige Weiden und die obligatorischen Steinmännchen, die jeder Gast hier zu errichten scheint, um seinen Besuch zu protokollieren. Die Landschaft ist unbeschreiblich. An kaum einem anderen Ort Europas sind die Gegensätze so schroff, nirgendwo sonst treffen steile Hänge und grünblaues Wasser in so starken Kontrast aufeinander, wie im Norden Norwegens. Anders als vermutet, zählen die Felsen am Nordkap jedoch nicht zu den Schönsten der Schönen. Liebhabern sei hier insbesondere das nahe gelegene Alta-Fjord empfohlen. Aber Felsen hin oder her, das Nordkap ist einfach herrlich. Wo sonst kann man auf gut ausgebauten Wanderwegen Stunden oder gar Tage verbringen, ohne einem anderen Menschen zu begegnen.

Gut zu wissen

Das Handy-Netz ist großzügig flächendeckend ausgebaut. Im Notfall kann von überallher Hilfe angefordert werden und selbst die noch vor wenigen Monaten geltende Einschränkung, von hier aus keine SMS versenden zu können, wird zunehmend abgebaut.

Das skandinavische Tankstellen-Netz ist dicht gewoben und solange man auf den Hauptstraßen bleibt, ist die Treibstoffversorgung kein Problem. Diesel-Kraftstoff ist hierzulande meist preiswerter als in Deutschland, dafür langt man bei Benzin tief in die Tasche.

Zum Schutze der Umwelt können weite Strecken mit der Bahn zurückgelegt werden. Entgegen der viel zitierten hohen Lebenshaltungskosten sind Bahnfahrten in Skandinavien relativ preiswert. Genießen Sie als Passagier den ungestörten Ausblick auf Fjorde, Seen und Wälder.

Der Liniendienst der Finnjet auf der Ostsee wurde im September 2005 eingestellt.

Campingbedingungen

Der Urlaub in Skandinavien ist nicht so teuer wie sein Ruf. Die Übernachtung auf dem Campingplatz ist in der Regel für weniger als 15 Euro pro Nacht für zwei Personen im Wohnmobil zu haben. Meiden Sie aber unbedingt Großstadt-Campingplätze! Nicht nur, dass ihr Charme selten über den eines Supermarkt-Parkplatzes hinausgeht, auch die Preise liegen dort meist bei ungefähr dem doppelten des Durchschnitts. Entdeckt man dann noch, dass die beiden mit "Trinkwasser" und "Nicht-Trinkwasser" gekennzeichneten Wasserhähne aus einem gemeinsamen Rohr gespeist werden, sinkt die Freude rapide.  Wer sparen will, der fülle seinen Kofferraum mit Lebensmitteln aus dem heimischen Supermarkt. Wild Campen ist nur in Schweden ausdrücklich erlaubt, in Norwegen und Finnland wird es jedoch weitestgehend geduldet - aber der Straßenrand ist Argument genug, seine Widersacher zu verstehen. Wie oft muss man an Besucher appellieren, sie mögen bitte ihren Unrat zumindest bis zum nächstgelegenen Mülleimer mitnehmen. Manch abgeschieden gelegene Straßenböschung erinnert fatal an eine Müllhalde. Wir haben den Aufenthalt genossen, die Zeit zu zwei Dritteln auf öffentlichen Campingplätzen, zu einem Drittel auf Rastplätzen am Straßenrand zugebracht. Dieser Genuss konnte uns weder durch das Wetter noch durch Mücken vermiest werden. Es stimmt, dass schlechtes Wetter von einem Augenblick auf den anderen eintreffen kann - genauso schnell bahnt sich aber auch die Sonne wieder ihren Weg. Und die Mücken? Bei Spaziergängen ist eng anliegende Kleidung Pflicht, die Verwendung von Mücken-Lotionen wird empfohlen. Aber vielleicht haben auch Sie schon gehört, dass manche Bastler diese Lotionen zum Entfernen überschüssiger Lackschichten verwenden.

Ab durch Schwedens Mitte

Nach mehr als vier Wochen, die wir weitgehend im Norden Norwegens mit seinen häufig vom Frost geschädigten Landstraßen verbracht haben, trifft uns der Schlag. Noch fünf Tage sind uns geblieben, nachdem wir Hammerfest, den Polarzoo und die Felsenzeichnungen im Alta-Museum bewundert haben. Wir befinden uns in Bodo, haben uns soeben vom nahe gelegenen größten Gezeitenstrom der Welt beeindrucken lassen und stellen plötzlich fest, dass Hamburg - unser vorläufiges Ziel - weder auf der nächsten, noch auf der übernächsten Straßen-Übersichtskarte zu finden ist. Zur Rettung unseres Zeitplans fällen wir den Entschluss, Schweden als reines Transit-Land zu betrachten und in einem Parforceritt nach Stockholm zu fahren! Die Fahrt durch die Nacht wird uns durch die nicht untergehende Sonne des polaren Sommers erleichtert, erst als wir den Polarkreis längst hinter uns gebracht haben, wird es zum ersten Mal wieder dunkel. Und hier treffen wir ihn! Wie ein Schatten passiert er eine abgelegene Straße - ein Elch, riesig, geheimnisvoll und scheu verschwindet er so schnell am linken Straßenrand, wie er zuvor auf der
anderen Seite erschienen ist. Nie wieder werden wir diese majestätische Erscheinung mit einem Rentier verwechseln!    

Rein in Stockholms Treiben

Nach der langen Menschen-Abstinenz wirkt Stockholm auf uns wie ein Schock! In einem unserer Reiseführer ist zu lesen, dass, egal wie viel Zeit man für diese Millionenstadt eingeplant hat, der Aufenthalt zu kurz sein wird. Tatsächlich bieten die Altstadt, die Museen, die Kirchen, die Parks, die Theater und vieles mehr genügend Beschäftigung für einen langen Aufenthalt in der Schwedischen Königsstadt. Aber Vorsicht! Zum ersten Mal nach fast fünf Wochen ist hier ein Ort, an dem alle Campingplätze überfüllt sind, schließlich finden wir Unterschlupf auf einem kaum gekennzeichneten Platz am Ufer eines Sees.

Die Stille entdecken – ein Fazit

Skandinavien-Urlaub ist Urlaub zum Seele baumeln lassen. Wer unterhalten werden will, wer feurige Abende in Diskotheken sucht und ständig wechselnde Kontakte wünscht, ist hier fehl am Platz. Hier ist der Ort zum Entspannen und zum sich selbst beschäftigen - Urlaub in der Stille also. Und fünf Wochen sind einfach zu kurz, um Orte wie Oslo und Uppsala auch noch im Reiseprogramm unterzubringen. Skandinavien ist auf jeden Fall mehrere Besuche wert!

Insider Tipps

Nordkap
Um die Mitternachtssonne zu erleben, empfiehlt sich die Zeit vom 11. Mai bis zum 31. Juli.
Infos unter www.northcape.no

Tag des Schärenbootes in Stockholm
Anfang Juni findet jährlich die festlich inszenierte Parade der alten Schärendampfer von Stockholm nach Waxholm und zurück statt.
Infos unter www.stockholmtown.com

Trollingangeln auf Vättern
Gönnen Sie sich eine professionelle Angeltour auf einem der ergiebigsten Angelseen Europas, dem Vättern. Bekannt ist diese Region für seinen Vätternsaibling, der am besten zwischen Juni und September gefangen wird.
Kontakt: trolling.vattern@vadstena.mail.telia.com

Kurioses

In Finnlands Städten sind Wartemarken-Automaten weit verbreitet. Sie hängen überall dort, wo Warteschlangen drohen. Was in Deutschland eher bei Ämtern und Behörden Verwendung findet, ziert in Helsinki Bäckereien, Informationen und selbst den ein oder anderen Kiosk. Das Prinzip ist das gleiche: Neu-Eintreffende ziehen eine Nummer und warten auf ihren Aufruf am Ziffern-Display.

WICHTIGE ADRESSEN

 

Deutsche Botschaft Helsinki
info[at]helsinki.diplo.de

Deutsche Botschaft Oslo
info[at]oslo.diplo.de

Deutsche Botschaft Stockholm
info[at]stockholm.diplo.de

Scandlines Passage
Servicecenter Rostock
passage.rostock[at]scandlines.de

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CARAVAN SALON 2012

 

Der INTERNATIONALE CARAVAN SALON findet vom 24. August bis  02. September 2012 in Düsseldorf statt. Mehr über die weltweit größte Messe für die mobile Freizeit:


Zur Abschluss-Pressemeldung 2011...


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