Seensucht
Wasser, Berge, Kultur, Kulinarik, Obst und Wein – die Bodenseeregion hält ein Füllhorn an Annehmlichkeiten für seine Besucher bereit. Als ideales Reisevehikel bieten sich Reisemobil (Wohnmobil) oder Caravan (Wohnwagen) an, schließlich erwarten rund um den See rund 80 Campingplätze und einige Reisemobilstellplätze ihre mobilen Gäste.
Übernachtungen
Rund elf Millionen Übernachtungen verzeichnet die Internationale Bodensee Tourismus Gesellschaft in ihrer Region, berichtet Geschäftsführerin Daniela Pahl, knapp zehn Prozent davon frönen dem Caravaning. Die Voraussetzungen für einen schönen Urlaub im Reisemobil oder Caravan sind hier mehr als günstig: Allein die Broschüre der Tourismus Gesellschaft verzeichnet 76 Campingplätze rund um den See, zieht man den Kreis noch etwas größer, werden es weit mehr. Dazu kommen noch freie Reisemobilstellplätze, die von Kommunen oder Gastwirten betrieben werden.
Wo auch immer der Caravaning-Freund nun sein Basislager aufgeschlagen hat, findet er reichlich Möglichkeiten, seine Urlaubszeit zu gestalten. Die Ausflugsziele rund um den See sind Legion, weshalb die Auswahl schwer fällt. Eine gutes Instrument zur Entscheidungshilfe bietet beispielsweise die Regionalzeitung Südkurier mit ihrer Homepage www.bodenseeferien.de. Hier lässt sich Urlaub auch nach individuellen Bedürfnissen planen, dazu muss man nur eines der fünf Untermenüs (Familie, Aktiv, Kultur, Gesundheit, Behinderte) anklicken. Wir haben uns für Ausflugsklassiker entschieden, die hier als Top-Ziele geführt werden.
Bodensee

Ausgeruht und deshalb kulturbeflissen steuern wir als erstes das Schloss Salem an. Durch eine grüne Hügellandschaft, vorbei an kleinen Kapellen und großen Apfelplantagen – die Region ist der Obstgarten Baden-Württembergs – erreichen wir das ehemalige Zisterzienserkloster. Das wurde 1134 gegründet und wuchs im Mittelalter schnell zu einem der größten und bedeutendsten Klöster im deutschsprachigen Raum heran. Aus dieser Zeit stammt auch das imposante Münster, dessen Baukörper im schlichten gotischen Stil die Jahrhunderte überdauert hat. Es repräsentiert rund 500 Jahre Bauentwicklung, so ist auf der Führung zu erfahren: den Baubeginn datieren Historiker um das Jahr 1285, doch erst 1414 wurde das Gotteshaus, das durch Bauunterbrechungen lange unvollendet blieb, als Klosterkirche geweiht. Der Eintritt durch das große Holzportal kommt einer Zeitreise gleich, die schlichte Steinfassade des dreischiffigen Baus wird abgelöst durch barocke Holzfiguren und kostbare Alabasterausstattung im klassizistischen Stil.



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