Der Diamant Afrikas

...so werden Sie genannt, die unendlichen Weiten der Namib, der ältesten Wüste der Welt. Das ist die tobende Brandung des eiskalten Atlantischen Ozeans, das sind tief eingeschnittene Canyons, zerklüftete Gebirgsmassive, silbrig-schimmernde Savannen, grüne Oasen sowie eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Und Namibia ist mit 1,5 Millionen Einwohnern auf einer Fläche doppelt so groß wie Deutschland ausgesprochen dünn besiedelt.
Bei Reisen durch Namibia muss man sich der ausgedehnten Weiten und großen Entfernungen zwischen den landschaftlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten bewusst sein. Mal eben 300 Kilometer zur nächsten Farm zu fahren, ist eher die Regel als die Ausnahme. Auf Asphalt ist das nicht weiter anstrengend, auf ruppigen Wellblechpisten aber schon. Und weil selbst zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten oft nur Naturstraßen und Waschbrettpisten führen, sollten die Tagesetappen nicht zu lang gewählt werden. Denn vor Einbruch der Dunkelheit, das heißt im afrikanischen Sommer spätestens um 17:00 Uhr, sollte man seinen Übernachtungsplatz – Campingplatz, Farm oder Lodge – erreicht haben. Dort findet man großzügig dimensionierte Stellplätze, Waschhäuser mit Dusche, die unverzichtbaren Grills – zumeist alte Lkw-Felgen mit drei angeschweißten Beinen. Grillen, hier Braai genannt, ist Nationalsport im gesamten Südlichen Afrika. Traditionell mit Holz, nicht mit Holzkohle, befeuert. Stromanschlüsse ...
Text: Frank Böttger
Fotos: Frank Böttger






